Mit Engagement etwas bewegen

In der Evangelischen Jugendarbeit geschieht alles von und mit Ehrenamtlichen. Über 14.000 ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter engagieren sich in ihrer freien Zeit für diese Arbeit. Sie leiten kompetent Kinder- und Jugendgruppen, organisieren Freizeiten und Events, gestalten Gottesdienste und Schülertreffs und beteiligen sich in den Leitungsgremien.

Dieses Engagement gilt es zu unterstützen und zu fördern. Ehrenamtliche erhalten in der Evangelischen Jugend Begleitung und Fortbildung.

"Ehrenamtlich erfolgreich engagiert LEITEN" ist ein gelungenes Kurskonzept für Ehrenamtliche, die Leitungsverantwortung in der Jugendarbeit übernommen haben oder übernehmen wollen. Hier erhalten sie das notwendige Handwerkszeug für die Leitung von Gremien im Dekanat oder im Verband. Im Mentoring-Projekt "Investieren lohnt sich!" werden Ehrenamtliche in einem neunmonatigen Prozess von ehemaligen Ehrenamtlichen begleitet und unterstützt.

Eine Kirche, die lebt und wächst

Den Traum von einer lebendigen und natürlichen Kirche haben Jugendliche mit dem Bau der Weiden­kirche in die Tat umgesetzt. Aus vielen Bündeln von Weidenruten pflanzte die Evangelische Jugend an der Altmühl in Pappenheim eine Naturkirche.

Die verwendeten Naturmaterialien stehen für Wachstum und Lebendigkeit. Die Weidenkirche mit sieben Rundbögen für das Kirchenschiff bietet 120 Menschen Platz für Gottesdienst, Gebet und für Begegnung. Sie ist ein sichtbares Zeichen für Frieden, Gerechtigkeit und die Bewahrung der Schöpfung.

Einen Regenbogen spannen

mit Kindern und Jugendlichen aus Aussiedlerfamilien

24.000 Kinder und Jugendliche aus Aussiedlerfamilien sind Mitglieder der Evangelischen Kirche in Bayern. Dies bedeutet eine neue Herausforderung für die Jugendarbeit. Begegnungen zwischen Jugendlichen aus der Lutherischen Kirche in der Ukraine und Jugendlichen aus den bayerischen Dekanaten und Kirchengemeinden sind ein erster und wichtiger Ansatz.

Offene Treffs und Gruppenangebote sind die Basis, um Beziehungen zwischen Kindern und Jugendlichen mit und ohne Migrationshintergrund aufzubauen. Unter dem Motto "Offen für andere" setzt sich die Evangelische Jugend für interkulturelle Öffnung und Verständigung ein.

Freizeiten, Gemeinschaft und Spiritualität

Herzstück der Jugendarbeit in den Gemeinden und Verbänden ist die Gruppenarbeit. Spielerisch lernen die Mädchen und Jungen Toleranz und Fairness. Sie hören von Gott und machen wichtige Gemeinschaftserfahrungen. Mit dem Projekt GPS (Gemeinschaft, Projekte, Spiritualität) werden neue Wege für eine gelingende Gruppenarbeit ausprobiert.

Freizeiten und Ferienangebote sind intensive Formen der gemeinsamen christlichen Lebensgestaltung. Kinder und Jugendliche aus unterschiedlichen sozialen Hintergründen nehmen an diesen Aktivitäten teil. Die Begegnungen und die intensiven Gespräche sind für die Mädchen und Jungen eine Orientierungshilfe für ihren Alltag. Auslandsfreizeiten und internationale Begegnungen eröffnen Jugendlichen neue Perspektiven und Erfahrungen im Umgang mit Menschen anderer Kulturen.

Vom Wachsen der Saat

Der entscheidende Anfang ist gemacht. So ist es, wenn Jesus das Reich Gottes mit einer selbstwachsenden Saat vergleicht: »Zu den versammelten Menschen sagte Jesus: Mit der neuen Welt Gottes ist es wie mit dem Bauern und seiner Saat: Hat er gesät, so geht er nach Hause, legt sich nachts schlafen, steht morgens wieder auf und das viele Tage lang. Inzwischen geht die Saat auf und wächst; der Bauer weiß nicht wie.

Ganz von selbst lässt der Boden die Pflanzen wachsen und Frucht bringen. Zuerst kommen die Halme, dann bilden sich die Ähren und schließlich füllen sie sich mit Körnern. Sobald das Korn reif ist, schickt der Bauer die Schnitter, denn es ist Zeit zum Ernten.«

(Markus 4, 26-29 Gute Nachricht)