> Pressemeldung
Bericht des Vorsitzenden der Landesjugendkammer
Ein Jahr nach seiner Wahl zum Vorsitzenden der Landesjugendkammer der Evangelischen Jugend in Bayern zieht Michael Thiedmann Bilanz.
(Vollständiger Bericht als pdf Datei)
Evangelische Jugend lebt von Partizipation, Freiwilligkeit und der Aufgabe, jungen Menschen Antworten in ihren Glaubensfragen zu geben. Diese Grundprinzipien gilt es bei all der Vielfalt in der Jugendarbeit zu bewahren, stellt Michael Thiedmann in seinem Bericht bei der Vollversammlung der Landesjugendkammer am 26. Juni 2010 in Puschendorf fest.
Evangelische Jugend gegen Rechtsextremismus
"Als konfessioneller Jugendverband ist es unsere Aufgabe, für unsere christlichen Werte einzustehen und aktiv zu werden“. Christen und Christinnen sind aufgefordert, an dieser Welt und unserer Gesellschaft aktiv mitzuwirken. Die eindeutige Positionierung der Evangelischen Jugend gegen Rechtsextremismus muss jedoch immer wieder neu bekräftigt werden. Michael Thiedmann fordert die Mitglieder der Landesjugendkammer auf, weiterhin aktiv gegen Rechtsextremismus zu sein. Die Landeskirche hat Sondermittel bereitgestellt für die Umsetzung von Bildungsmaßnahmen, Material oder für Fahrtkosten zu Demonstrationen.
Ökumenischer Kirchentag ohne Fortschritt für die Ökumene
Kritisch äußert sich der Vorsitzende zum 2. Ökumenischen Kirchentag in München. „Er war kein tatsächlicher Erfolg und einen Fortschritt in der Ökumene konnte ich nicht feststellen.“ Die wahren ökumenischen Fragen wurden seiner Meinung nach ausgegrenzt oder oberflächlich behandelt. Zudem bedauert er, dass der Kirchentag, abgesehen von Themen des sexuellen Missbrauchs, kaum politische Tragweite hatte.
Ganz anderes habe er dagegen Ökumene wahrgenommen, als im Vorfeld des Kirchentages der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) und die Landesjugendkammer zu einer Ökumenischen Konferenz zusammenkamen. Im Mittelpunkt standen die Werte, die beide Jugendverbände in besonderer Weise verbinden, theologische Unterschiede oder Differenzen spielten praktisch keine Rolle.
Kirche soll das Wort für die Schwachen ergreifen
Die geplanten Sparmaßnahmen der Bundesregierung nannte er unbedacht und maßlos. „Die Sparmaßnahmen werden dort angewandt, wo es Menschen an die Substanz geht.“ Die Landesjugendkammer wird sich noch in diesem Jahr mit dem Thema Zerfall des Sozialstaates beschäftigen. Die Folgen von Armut und die Fragen nach Gerechtigkeit sind Fragen der Jugendarbeit. Von seiner Kirche wünscht sich der Theologiestudent Michael Thiedmann, dass sie stärker das Wort für Schwächere ergreift. „Die Schwachen können sich kaum gegen die Sparflut wehren. Kirche hat eine vorrangige Option für die Armen.“
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