Jungenarbeit

"Sich mit Jungenarbeit zu beschäftigen,
heißt etwas zu entdecken, was ich vorher
nicht gesehen habe."


"Jungs weinen nie!" und "Männer müssen immer stark sein!", das sind flüchtig dahingesagte Worte - und doch von großer Bedeutung. Dürfen Jungen oder junge Männer überhaupt Gefühle zeigen oder anders sein als es von ihnen erwartet wird?

Der Blick auf und die Haltung zu Jungen müssen sich ändern.
Wie können sich Jungen oder junge Männer unabhängig von veralteten und zum Teil überholten Rollenbildern entwickeln und neue Lebensentwürfe entdecken und ausprobieren?
Evangelische Jugendarbeit schafft Räume für die Persönlichkeitsentwicklung von Jugendlichen. Daher sind in der geschlechtsbewussten JUNGENarbeit Angebote nötig, die eine neue, positive Sichtweise auf Jungen und junge Männer bringen und das Ziel der Lebensentfaltung mit ihrer ganzen Männlichkeit verfolgen.

Grundsätze für eine geschlechtsbewusste JUNGENarbeit

Grundsätze für eine geschlechtsbewusste JUNGENarbeit

Blick in die Gesellschaft

"Mein Papa ist am Abend nie da, ich sehe ihn nur am Wochenende", sagt Moritz (8 Jahre) und bestätigt damit die Realität. Die Väter fehlen im Alltag ihrer Kinder als Rollenvorbilder und gleichgeschlechtliche Modelle.

Auch außerhalb der Familie, in Kindergarten und Schule, treffen Kinder überwiegend auf Frauen. Julian (5 Jahre) meint dazu: "Schade, dass wir nur Erzieherinnen im Kindergarten haben."


Blick der Evangelischen Jugend

Jungen und junge Männer sind Teil der Kinder und Jugendlichen in der evangelischen Jugendarbeit. JUNGENarbeit ist ein zunehmend wichtiges pädagogisches Arbeitsfeld.

JUNGEN
arbeit ist eine Pflichtaufgabe und kein freiwilliges Angebot.

JUNGENarbeit ist etwas, was jede/r für sich selbst entschlüsseln muss. Etwas anderes sehen und entdecken, was man vorher nicht gesehen oder anders wahrgenommen hat.

Nicht jede Arbeit mit Jungen ist JUNGENarbeit. Davon ausgehend, hat die EJB Standards als Basis und Orientierung für geschlechtsbewusste JUNGENarbeit entwickelt.

Standards für eine geschlechtsbewusste Jungenarbeit

Anregungen für eine geschlechtsbewusste Gremienarbeit

Ausstellung "Mach mich nicht an!"

Ausstellung "Mach mich nicht an!"

Cartoons und Karrikaturen für und über Jungs und Männer, Mädchen und Frauen - hart an der Grenze, vom Leben selbst gezeichnet (Zartbitter e.V.)

In den Zeichnungen geht es um Alltags- und Grenzerfahrungen von Jungen und Mächen.
Die Ausstellung eignet sich auch zum methodischen Einsatz im pädagogischen Alltag, um diese Themen für Jungen und Mädchen ansprechend zu gestalten und ansprechbar zu machen.

Die Cartoons für Jungen und Mädchen und Informationen zum Konzept der Ausstellung können hier heruntergeladen werden.

Arbeitskreis Geschlechtergerechtigkeit der Landesjugendkammer

Arbeitskreis Geschlechtergerechtigkeit der Landesjugendkammer

Mitglieder:
Jan Balke (EA), Philip Schwinghammer (EA, stellv. Sprecher), Felix Pfingstgraef (EA), Rebecca Meise (EA, Sprecherin), David Laun (EA)
Berufen: Ute Fricke (EA), Leonie Hornung (EA), Paula Tiggemann (EA)

Geschäftsführend und beratend: Martina Frohmader (AfJ)