>

20.09.16, 20.09.16 - 14:08 Uhr Uhr

Weidenpflegerinnen und –pfleger trotzen dem Regen

Am 16. und 17. September fand das alljährliche Pflegewochenende der Weidenkirche in Pappenheim statt. Der verregnete Samstag verzögerte die Arbeiten, so dass ein dritter Pflegetag angehängt werden musste.

Mehr als neun Jahre steht die Weidenkirche nun in Pappenheim. Seitdem werden dort Gottesdienste und Andachten gefeiert, Paare getrau und sie dient als schönes Ausflugsziel für Touristen, besonders für Radfahrer. Simon beschreibt die Weidenkirche als einen Ort und ein Symbol für eine lebendige, wachsende und offene Kirche. Damit dieser Ort und seine Bedeutung weiterwachsen können, kommt Simon jedes Jahr für ein Wochenende im Spätsommer nach Pappenheim, um die Weiden zu pflegen. Mit ihm sind dieses Jahr rund 20 weitere junge Leute da: der Leitende Kreis der Evangelischen Jugend in Bayern, einzelne Mitglieder der Landesjugendkammer, Ehemalige der Evangelischen Jugend, die schon mitgeholfen hatten, die Kirche aufzubauen, Mitarbeitende des Amtes für Jugendarbeit, eine FÖJlerin und andere. Friedemann Hennings, FÖJ-Referent der Evangelischen Jugend in Bayern, koordiniert das Pflegewochenende.

Am Freitagmittag geht es nach einer kleinen Einführung direkt los. Es werden Teams gebildet aus Leuten, die schon öfter dabei waren und solchen, die neu dazugekommen sind. Die Weiden werden mit Seilen an Stahlrohre gebunden, dafür werden die alten Seile entfernt und die nachgewachsenen Weidenzweige mit neuen Seilen angebunden.  Dieses Jahr müssen die Helferinnen und Helfer zum ersten Mal alte Weiden, die kein Grün mehr tragen, ausreißen. Als Ausgleich werden auch gleich neue Weiden gepflanzt, wo es nötig ist. Die Arbeit geht zügig voran, das schöne Wetter am Freitag muss ausgenutzt werden. Gute Gespräche und das Kennenlernen kommen nicht zu kurz, am Abend essen alle Helferinnen und Helfer gemeinsam.

Der Samstag beginnt mit etwas Regen, aber davon wird die Motivation nicht beeinflusst – am Vormittag wird weitergebunden. Erst am Nachmittag setzt zunehmender Regen ein und macht der Weidenpflege einen Strich durch die Rechnung. Es ist zu gefährlich, auf den Hebebühnen zu arbeiten und es können nur kleinere Arbeiten am Boden durchgeführt werden.
Obwohl eigentlich nur zwei Tage für das Pflegen geplant waren, bleiben einige noch einen dritten Tag. Am Sonntag beendet der harte Kern der Mannschaft die Arbeit. Ab sofort können sich die Besucherinnen und Besucher der Weidenkirche  wieder auf einen hellen und lebendigen Ort freuen.

Text: Christina Kwade

Zurück