Visionssuche - Ritualarbeit als kirchliches Angebot

    

Die Arbeit mit Visionssuchen ermöglicht Erfahrungsräume, die ein hohes Maß an Unmittelbarkeit und Tiefe der persönlichen Auseinandersetzung mit Glaubens- und Lebensthemen bieten. Die Kirche bietet neben der Taufe, Konfirmation, Hochzeit und Beerdigung keine weiteren Rituale für tiefgreifende Übergänge und Veränderungsprozesse an. Die Weite, Vielfalt und Offenheit der Natur bietet die Möglichkeit für einen Prozess der Begegnung des Menschen mit sich selbst, der Wildheit der Natur und dem umfassenden Ganzen. In der Stille und Einsamkeit wird der Mensch auf sich und seine Lebensthemen zurückgeworfen. Die Arbeit mit Visionssuchen und angelehnten kleineren Formaten ritueller Begleitung schafft Handlungsformen für existentielle Lebensübergänge, wie Jugend zum Erwachsenen, Ende der Schul- und Ausbildungszeit, Trennung und Abschied von Menschen.

Mit der Visionssuche - Ritualarbeit wird der spirituelle Weg eines Menschen im Rahmen einer Gruppe rituell begleitet. Als kirchliches Angebot unterliegt diese Arbeit drei Kriterien:

  • Sie nimmt in ihrer Gestaltung und Durchführung die Erfahrungs- und Erlebniswelten der teilnehmenden Menschen auf
  • sie kann die Weite und Tiefe der jeweiligen Lebenserfahrungen fassen und tragen
  • sie wird im christlichen Deutungshorizont begleitet.