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28.06.16, 28.06.16 - 10:13 Uhr Uhr

Patrick Wolf tritt als Vorsitzender der EJB zurück

Überraschend gibt Patrick Wolf seinen Rücktritt als Vorsitzender der Landesjugendkammer der Evangelischen Jugend in Bayern bekannt.
Für ihn hat sich eine neue berufliche Herausforderung ergeben: Ab 1. Oktober übernimmt er die Stelle als persönlicher Referent des Präsidenten beim Bayerischen Jugendring in München.Noch bis zur Vollversammlung des höchsten Entscheidungsgremiums der EJB im Oktober will er im Amt bleiben.


Patrick Wolf war seit Juni 2012 Vorsitzender der EJB. Seit 2009 war er Mitglied der Landesjugend­kammer und von 2011 bis 2012 stellvertretender Vorsitzender neben Michael Thiedmann. In der Evangelischen Jugend bedauert man seinen Weggang schon jetzt. „Patrick war das jugendpolitische Gesicht der Evangelischen Jugend in Bayern“, sagte Landesjugendpfarrer Dr. Hans-Gerd Bauer. Als ehrenamtlicher Vorsitzender vertrat die EJB in unterschiedlichen Bezügen innerhalb der Kirche und ihrer Gremien. Unermüdlich setzte er sich für Kinder und Jugendliche in Politik und Gesellschaft ein und sorgte dafür, dass ihre Stimme Gehör findet. „Sein Herz gehört der Jugendarbeit.“

Demokratische Teilhabe von jungen Menschen in unserer Gesellschaft war für Patrick Wolf ein wichtiges Anliegen, dies zog sich während seiner gesamten Amtszeit durch. So setzte er sich im Jugendverband für das Wahlrecht ab 14 Jahren ein. „Junge Menschen sind Experten in eigener Sache, ihre Meinung und ihre Anliegen müssen Beachtung finden“, war sein Grundsatz. Auch für die Kirche gelte es, einen Interessenausgleich zwischen den Generationen zu finden, forderte er immer wieder.

Vor allem das Thema „Flucht, Migration und Asyl“ diskutierte Patrick Wolf im Jugendverband leidenschaftlich. Dabei war es ihm wichtig, dass die EJB deutlich Flagge zeigt, sich klar gegen Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit abgrenzt und sich für Toleranz und Menschenwürde einsetzt. Das Aktionsprogramm „Flüchtlinge brauchen Freunde“ wurde von ihm eingeführt und trug maßgeblich zu einem Förderprogramm im Bayerischen Jugendring bei.

Die Positionierung zum Thema „sexuelle und geschlechtliche Vielfalt“ wurde noch unter seinem Vorsitz gestartet. Demnach soll eine inhaltliche Auseinandersetzung in den Dekanaten und Mitgliedsverbänden angeregt sowie die unterschiedlichen Interessen und Meinungen gehört werden. Dabei sollen möglichst viele innerhalb der EJB an dem Prozess beteiligen werden, um zu einer ausgewogenen Position zu kommen.

„Wir bedauern es sehr, dass er sich von uns verabschieden muss, gleich wohl ich verstehe, dass man solche beruflichen Chancen nutzen muss“, räumt der Landesjugendpfarrer ein. „Er wird uns fehlen!“

Christina Frey-Scholz
Öffentlichkeitsarbeit
29. Juni 2016

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