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01.06.17, 01.06.17 - 16:24 Uhr Uhr

Abschiebung eines jungen Berufsschülers

Die EJB ist empört!

Der jüngste Anschlag in Kabul bestärkt unsere Forderung als Evang. Jugend in Bayern: „Stoppt die Abschiebung nach Afghanistan!“ Der Terroranschlag zeigt einmal mehr, dass Afghanistan kein sicheres Land ist. Die Abschiebung in ein Land, in dem sich die Sicherheitslage weiter verschlechtert, hat nichts mit christlicher Nächstenliebe und humanitärer Fürsorgepflicht zu tun.

Mit großem Bedauern haben wir die Ereignisse in Nürnberg am Mittwochvormittag wahrgenommen. Jugendliche haben sich für ihren Mitschüler eingesetzt, der während des Unterrichts abgeholt wurde, um nach Afghanistan in eine unsichere Zukunft abgeschoben zu werden. „Ich bin beeindruckt, wie junge Menschen mutig ihre Solidarität gezeigt haben und sich friedlich, aber bestimmt für ihren Klassenkameraden eingesetzt haben“, sagt die Vorsitzende Paula Tiggemann.
Evangelischer Jugend ist es wichtig, deutlich zu machen, dass es sich lohnt, sich für Gerechtigkeit und Solidarität einsetzen. „Dazu gehört es auch, mal auf die Straße zu gehen. Ich bin bestürzt, wie dieser friedliche Protest ausgegangen ist.“
Darüber hinaus sind wir als Jugendverband der Meinung: Schule muss ein Raum des Schutzes sein und bleiben. „Es kann nicht sein, dass junge Menschen, die ihre Ausbildung begonnen haben, während des Unterrichts wie Kriminelle abgeholt werden“, so die Vorsitzende. Jugendarbeit setzt sich für Integration ein, die hier ad absurdum geführt wird.

Das Motto der EJB „Flüchtlinge brauchen Freunde“ haben sich in unseren Augen die Schülerinnen und Schüler der Nürnberger Berufsschule zu eigen gemacht und sich für ihren Freund eingesetzt.
„Es ist sehr bedauerlich, wie unschön dieses Engagement beendet wurde. Ich bin der Meinung, dass darf sich nicht mehr wiederholen.“

Die Erwachsenen sollten sich an diesen Schülerinnen und Schülern ein Beispiel nehmen, was gelebte Solidarität heißt.


Christina Frey-Scholz
Öffentlichkeitsarbeit
1. Juni 2017

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