Alle Jahre wieder

singen und hören wir die selben Weihnachtslieder

Und da ist sie wieder: die Advents- und Weihnachtszeit. Wie jedes Jahr erklingen überall mehr oder weniger geschmackvolle Weihnachtslieder. Nirgendwo ist man vor ihnen sicher. Immer die gleichen Schnulzen, so scheint es. Jedes Jahr.

Ich gestehe: Diese jährlich immer früher wiederkehrende Beschallung geht mir richtig auf den Wecker. Und doch: Ich habe meine Lieblingsweihnachtslieder und die ein oder andere Zeile oder Strophe eines Liedes, die mich plötzlich berührt und zum Nachdenken anregt. Also ist vielleicht doch nicht alles alle Jahre wieder?

Wir verdanken es vor allem Martin Luther und den Menschen im 18. und 19. Jahrhundert, dass das Weihnachtsfest ein Familienfest wurde, dass Weihnachtslieder entstanden mit verständlichen und berührenden Texten, mit leicht singbaren Melodien, die ins Ohr gehen. Im 20. Jahrhundert ging diese Entwicklung weiter. Viele der Lieder, die wir rund um die Weihnachtszeit hören und singen sind relativ jung und das sind nicht nur die Lieder aus dem englischen Sprachraum. Also doch nicht ein immerwährendes alle Jahre wieder?

Ich lasse mich gerne auf ein alle Jahre wieder ein, wenn es mein Weihnachten widerspiegelt, wenn die Melodien und Texte in mir etwas zum Klingen bringen, was den Zauber von Weihnachten, was die frohe Botschaft ausmacht.

„Fürchtet euch nicht ... denn euch ist heute der Heiland geboren.“

Ute Markel