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Bericht des Landesjugendpfarrers

Jugendarbeit fällt aus dem Rahmen

In seinem Jahresbericht geht Landesjugendpfarrer Tobias Fritsche auf die veränderte Situation in der Jugendarbeit, bedingt durch Corona-Pandemie, ein und zeichnet Hoffnungsbilder für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen auf.

„Durch die Pandemie war es, als ob die Jugendarbeit aus ihrem Rahmen genommen würde“, beschreibt Tobias Fritsche die Situation. „Jugendarbeit geriet aus der Form und wir mussten dabei zusehen, wie von der Jugendarbeit, wie wir sie bisher kannten, nicht mehr viel zu erkennen war.“ Doch was instabil ist, kann seiner Meinung nach auch auf andere Weise in Bewegung kommen. So entwickelten sich an vielen Orten neue Formen und Formate, in denen Jugendarbeit im positiven Sinne „aus dem Rahmen gefallen“ ist. Er denkt dabei vor allem im digitalen Raum: virtuelle Andachten und Gottesdienste, Spieleaktionen oder Online-Interviews. Aber auch ganz klassische Möglichkeiten, wie Briefe oder Karten schreiben, Spaziergänge machen oder einfach nur telefonieren wurden genutzt.

In seinem Bericht macht der Landesjugendpfarrer auch deutlich, was allen in der Jugendarbeit fehlt und was diese so unverwechselbar macht: Freizeiten, Nähe, Anpacken, den anderen/die andere spüren und zusammen etwas bewirken zu können. So mahnt er an, dass alle in Politik, Kirche und Gesellschaft die Interessen, Ängste, Sehnsüchte und Sorgen von Kindern und Jugendlichen wieder deutlicher in dem Blick nehmen müssen. Dabei verweist er u.a. auf die Copsy-Studie, die belegt, wie sehr Kinder und Jugendliche unter der Pandemie leiden und wie wichtig es wäre, Kinderrechte nicht nur in der Verfassung festzuschreiben, sondern auch in ganz konkreten gesetzlichen Vollzügen mehr zu berücksichtigen.

Gleichzeitig zeichnet er in seinem Bericht Hoffnungsbilder auf. Ein Hoffnungsbild ist für den Landesjugendpfarrer, dass in der Kirche nach Corona Jugendliche Gemeinschaft in noch vielfältigeren Formen erleben können als vorher. Des Weiteren hofft er, dass die Stimme des Einzelnen gehört und die Partizipation aktiviert wird. „Besonders die jungen Stimmen sind aus der Kirche der Zukunft nicht mehr wegzudenken“, ist der Landesjugendpfarrer überzeugt.

Der Bericht wird im Vorfeld der Landeskonferenz der hauptberuflichen Jugendreferent_innen und Dekanatsjugendpfarrer_innen auf youtube veröffentlicht. Die jährlich stattfindende Landeskonferenz findet vom 22. bis 24. Februar 2021 erstmals online zum Thema digitale Jugendarbeit „… und ob ich schon wanderte im digiTal“ statt.

Der Bericht ist auf Youtube unter folgendem Link zu sehen: https://www.youtube-nocookie.com/embed/j_-ENtuiPo8

Christina Frey-Scholz
Öffentlichkeitsarbeit
4. Februar 2021