Eintreten für eine sozial gerechtere und ökologisch nachhaltigere Welt

Petition „Bayernplan für eine sozial-ökologische Transformation“

Gestern Nachmittag (25. Juni 2020) haben Vertreterinnen und Vertreter des Aktionsbündnisses „Bayernplan für eine sozial-ökologische Transformation“ in München eine Petition an Ilse Aigner, Präsidentin des Bayerischen Landtags, übergeben. Die Evangelische Jugend in Bayern war als Erstunterzeichnerin dabei.

Im Petitionstext appellieren die Bündnispartner_innen an den Bayerischen Landtag, die soziale und ökologische Transformation im Freistaat zu verwirklichen. Dazu soll ein entsprechendes Konzept auf der Basis eines breit angelegten Dialogprozesses und einer parlamentarischen Anhörung entwickelt und mit den zuständigen Gremien auf Bundes- und Europaebene abgestimmt werden.

Seit dem Pariser Klimaabkommen vor fünf Jahren, in dem sich die Weltgemeinschaft auf nachhaltige Entwicklungsziele geeinigt hat, hat sich nach Ansicht der Initiative nur wenig in der praktischen Umsetzung, gerade was die Klimakrise betrifft, getan. Das liegt nicht am Mangel an politischen Absichtserklärungen oder guten Ideen. Es fehlt am gesellschaftspolitischen Willen, ins gemeinsame Handeln zu kommen. Gerade die Milliarden Euro, die jetzt für die Bewältigung der Corona-Pandemie aufgewendet werden, dürfen nach Ansicht der Initiatoren nicht zur Wiederherstellung der Normalität vor Corona verwendet werden. Vielmehr müssen sie im Blick nach vorn ausgegeben werden, für eine sozial gerechtere und ökologisch nachhaltigere Welt.

Dies möchte die Petition „Bayernplan für eine soziale und ökologische Transformation“ befördern, die gestern von den Initiatoren an Landtagspräsidentin Ilse Aigner übergeben wurde. Die 133 erstunterzeichnenden Organisationen und Personen fordern den Bayerischen Landtag und die Bayerische Staatsregierung auf, ein Konzept für die Transformation des Freistaats zu erarbeiten und bieten zugleich die Zusammenarbeit in einem breiten Dialogprozess an.

Für die Evangelische Jugend in Bayern war es ein konsequenter Schritt, als Erstunterzeichnerin dabei zu sein. Paula Tiggemann, die Vorsitzende der EJB, zeigt sich begeistert über die Vielfalt der Organisationen, die sich hier zusammengeschlossen haben. „Zu den meisten Themen, die in dieser Petition benannt sind, haben wir uns als Evangelische Jugend schon vermehrt positioniert und uns dafür eingesetzt.“ Neu ist diesmal, dass die Zusammenhänge betrachtet werden und dabei aufgezeigt wird, dass die sozialen, wirtschaftlichen und ökologischen Fragestellungen unserer Gesellschaft zusammenhängend bearbeitet werden müssen.

Bei dem Aktionsbündnis „Bayernplan für eine sozial-ökologische Transformation“ handelt es sich um eine gemeinsame Initiative des BUND Bayern, des Landeskomitees der Katholiken in Bayern, der Jesuitenmission Deutschland sowie der Fridays for Future-Ortsgruppe Nürnberg im Verbund mit über 130 Organisationen und Einzelpersonen aus Kirchen, Umweltorganisationen, Eine-Welt-Bewegung, Kultur, Soziales und Wissenschaft.

Christina Frey-Scholz
Öffentlichkeitsarbeit
26. Juli 2020