EJB unterstützt Offenen Brief zur Seenotrettung

Die Evangelische Jugend in Bayern unterstützt den Offenen Brief von Pro Asyl und weiteren Partner_innen zur Seenotrettung im Mittelmeer.

Zum Internationalen Weltflüchtlingstag am 20. Juni machte ein breites Bündnis nochmals auf den Offenen Brief mit Forderungen zur Seenotrettung an Bundeskanzlerin Angela Merkel aufmerksam. Auch die Evangelische Jugend in Bayern unterstützt diesen Offenen Brief.

Beim Landesjugendkonvent, dem Ehrenamtlichen-Treffen der Evangelischen Jugend in Bayern, forderten die Delegierten am Christi-Himmelfahrt-Wochenende zudem die Entkriminalisierung und den Ausbau der organisierten Seenotrettung im Mittelmeer. „Die aktuelle europäische Politik zielt auf Abschottung ab und nimmt dabei das Sterben von Menschen billigend in Kauf. Dies widerspricht unserem Verständnis von uneingeschränkter Nächstenliebe und Verantwortung gegenüber der Weltgemeinschaft“, heißt es im Beschlusstext. „ Es ist unverantwortlich, dass Menschenleben als Verhandlungsgegenstand zwischen Staaten benutzt werden“, bekräftigt die EJB-Vorsitzende Paula Tiggemann die Forderungen. „Menschen und Organisationen, die sich bedingungslos für die Rettung dieser Menschen einsetzen und sich dafür in Gefahr begeben, sollten in unserer Gesellschaft die höchste Anerkennung bekommen und nicht kriminalisiert werden.“

Mit dem Beschluss sprachen die Ehrenamtlichen auch ihre Unterstützung zum Besuch der Sea Watch 3 des EKD-Ratsvorsitzenden Heinrich Bedford-Strohm am selben Wochenende aus. Für Paula Tiggemann ist das ein wichtiges Zeichen: „Wir als Evangelische Jugend sind dankbar, dass sich unser Landesbischof so vehement einsetzt. Kirche kann ihre Glaubwürdigkeit nur behalten, wenn sie auch nach ihren christlichen Werten handelt. Wir wollen eine Gesellschaft, die Nächstenliebe und Solidarität als höchstes Gut lebt und dafür auch einsteht.“

Symbolisch unterstrichen die rund 120 jungen Menschen ihre Forderung mit einer Menschenkette rund um die nach oben offene Weidenkirche in Pappenheim (siehe Bild).

Daniela Schremser
Öffentlichkeitsarbeit
Nürnberg, 24. Juni 2019