Fotowettbewerb und Jahresempfang der EJB

Die mehr als 100 Einsendungen zum Lagois-Wettbewerb und Jugendfotopreis haben bestätigt: Immaterielles Kulturerbe ist so vielfältig wie die Menschen und ihre Perspektiven darauf!

Mit Smartphone oder Spiegelreflexkamera – es wird viel fotografiert. Doch mit Fotos Geschichten zu erzählen, die über kulturelle und geografische Grenzen hinaus Menschen verbinden, ist weder einfach noch selbstverständlich. Bei dem Fotopreis ist dies in wunderbarer Weise gelungen. Das Besondere: Jedes Foto erzählt eine Geschichte über Kultur, über Tradition, über das Leben. Es lohnt sich, sich Zeit zu nehmen, diese zu betrachten (wer dies möchte, kann sich die Ausstellung z.B. in die Gemeinde holen – siehe S. 8).

Handwerksgesellinnen auf der Walz und ein italienisches Dorf, in dem so viele Waldschlangen wie Dorfbewohner an einer Heiligenprozession teilnehmen. Chiara Dazi und Christoph Otto aus Berlin haben für ihre Fotoarbeiten zu diesen beiden immateriellen Kulturerbeformen den Lagois-Fotopreis 2018/19 erhalten.

Erstmals in der Geschichte des Lagois-Fotowettbewerbs wurden auch drei Jugendpreise vergeben. Dank der Förderung der Stiftung Evangelische Jugendarbeit in Bayern gingen 500 Euro an Leonie Schottler aus Fernwald bei Gießen für ihre Serie über die schwäbisch-alemannische Fastnacht, an Leonard Rössert aus München für sein Porträt eines Fischers vor Stromboli und an die Evangelische Jugend im Dekanat Neu-Ulm für ihr Gruppenprojekt über die Kultur der Evang. Jugend.

Die Schirmherrschaft des Lagois-Wettbewerbs übernahmen die Deutsche UNESCO-Kommission und die Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern. Der Lagois-Fotowettbewerb des Evang. Presseverbands für Bayern (epv) wird alle zwei Jahre verliehen.

Die Preisverleihung fand im Rahmen des Jahresempfangs der Evangelischen Jugend in Bayern in der Jugendkirche in München statt. Der Abend stand ganz im Zeichen von kultur.erben. So wurden die Preisträgerinnen und Preisträger vorgestellt und es gab viel Gelegenheit, mit diesen, genauso wie mit dem Schirmherren der Veranstaltung, mit den Veranstaltern selbst oder den vielen geladenen Gästen aus Kirche, Politik und natürlich Jugendarbeit ins Gespräch zu kommen.

Christina Frey-Scholz