FÖJ-Sprecher:innen diskutieren mit Abgeordneten über Umweltpolitik und gesellschaftliches Miteinander
München/Nürnberg, 29.04.2026. Die Sprecher:innen im Freiwilligen Ökologischen Jahr (FÖJ) in Bayern haben Mitte April den Bayerischen Landtag besucht und sich aktiv in politische Gespräche eingebracht. Im Mittelpunkt stand ein Austausch mit Mitgliedern des Umweltausschusses über aktuelle Herausforderungen der Umweltpolitik und über die Rolle junger Menschen im politischen Diskurs. Im Rahmen ihres Besuchs nahmen die Freiwilligen zunächst an einer Sitzung des Umweltausschusses teil. Anschließend diskutierten sie ihre Eindrücke und Positionen in einem persönlichen Gespräch mit dem Ausschussvorsitzenden Alexander Flierl (CSU) sowie den Abgeordneten Patrick Friedl (Bündnis90/Die Grünen), Marina Jakob (Freie Wähler) und Tanja Schorer-Dremel (CSU).
Ein zentrales Thema des Austauschs war die Frage, warum trotz der fortschreitenden Klimakrise weiterhin an Um- und Ausbaumaßnahmen von Skigebieten festgehalten wird. Die Freiwilligen äußerten hierzu deutliche Kritik und forderten eine konsequentere Ausrichtung politischer Entscheidungen an den Zielen des Klimaschutzes. Darüber hinaus sprachen sie die Förderung des FÖJ durch den Freistaat an und baten die Abgeordneten um Unterstützung für eine moderate Erhöhung der finanziellen Mittel. Weitere Gesprächsthemen waren der Umgang der Parteien miteinander im parlamentarischen Alltag sowie insbesondere der Umgang mit der AfD.
„Das FÖJ ist nicht nur ein Bildungs- und Orientierungsjahr, sondern eröffnet jungen Menschen auch Räume, sich politisch einzubringen und gesellschaftliche Entwicklungen aktiv mitzugestalten“, sagt Friedemann Hennings, FÖJ-Referent in der Gechäftsstelle der Evangelischen Jugend in Bayern (EJB). Neben der praktischen Arbeit in den Einsatzstellen und den begleitenden Seminaren zu Themen der Bildung für nachhaltige Entwicklung sei politisches Engagement ein fester Bestandteil des Programms.
Der Besuch im Landtag bot den Freiwilligen die Gelegenheit, parlamentarische Prozesse aus nächster Nähe kennenzulernen und eigene Perspektiven direkt in politische Gespräche einzubringen. Solche Formate stärken die politische Bildung und fördern das Verständnis für demokratische Entscheidungsprozesse.
Jetzt für ein FÖJ bewerben
Derzeit läuft das Bewerbungsverfahren für den kommenden Jahrgang im Schuljahr 2026/2027. In Bayern werden rund 250 Plätze vergeben, von denen noch viele unbesetzt sind. Das FÖJ richtet sich an junge Menschen, die sich für Umwelt- und Klimaschutz engagieren und gleichzeitig wertvolle praktische Erfahrungen sammeln möchten. Weitere Informationen zu Einsatzstellen und Bewerbungsmöglichkeiten sind unter www.foej-bayern.de zu finden.
Infobox: Das Freiwillige Ökologische Jahr in Bayern
Das Freiwillige Ökologische Jahr (FÖJ) in Bayern ist ein Bildungs- und Orientierungsjahr für junge Menschen, meist direkt nach der Schule. Die Freiwilligen arbeiten ein Jahr lang im Natur- und Umweltschutz sowie in der Umweltbildung und sammeln dabei praktische Erfahrungen. Das Jahr verbindet die Mitarbeit in einer Einsatzstelle mit fünf einwöchigen Seminaren. Die Träger organisieren diese Seminare. Sie fördern den Austausch, vermitteln Wissen zu nachhaltiger Entwicklung und unterstützen bei Fragen zur persönlichen Zukunft. In Bayern tragen die Evangelische Jugend in Bayern, der Bund der Deutschen Katholischen Jugend und die BUNDjugend das FÖJ gemeinsam. Alle drei Träger sind mit dem Qualitätssiegel Umweltbildung.Bayern ausgezeichnet.
