Jugendarbeit und Digitalisierung

EU Plattform bietet Richtlinien, Praxisbeispiele und konzeptionelle Empfehlungen

Digitalisierung ist ein Megathema unserer Zeit und betrifft nicht mehr nur die Medienpädagogik, sondern die Jugendarbeit als Ganzes. Eine Expertengruppe der Europäischen Union hat zu Risiken, Chancen und Auswirkungen der Digitalisierung für die Jugend, Jugendarbeit und Jugendpolitik ausgewertet.

Digitale Medien, so die Expertengruppe, können Werkzeug, Inhalt und Handlungsumgebung für die Jugendarbeit sein. Mit dem Stichwort „Digitale Jugendarbeit“ (digital youth work) werden verschiedene Arbeitsformen subsummiert:

1. Jugendarbeit, die mit digitalen Medien gestaltet wird (z.B. ein Video gemeinsam drehen, Actionbound…)

2. Jugendarbeit, die im digitalen Raum stattfindet (z.B. Plattformen, Chats…)

3. Jugendarbeit, die über Auswirkungen und Hintergründe der digitalen Technologien diskutiert (z.B. Gruppenstunde zum Thema CyberMobbing, Jugendpolitische Debatte über Ethik und Digitalisierung…)

Die vollständigen Handlungsempfehlungen und Leitlinien für Entscheidungsträger im Feld der Jugendarbeit findet man hier: https://publications.europa.eu/de/publication-detail/-/publication/fbc18822-07cb-11e8-b8f5-01aa75ed71a1

Die Expertengruppe hat mit vielen Partnern in Europa zusammengearbeitet und die Plattform https://www.digitalyouthwork.eu/ aufgebaut. Darauf befinden sich:

  • Eine “Good practice collection” in Form von kurzen Videos
  • Trainingsmaterial für Haupt- und Ehrenamtliche
  • Empfehlungen für Organisationen

In den nächsten Jahren wird sich auf dem Gebiet sicher noch einiges entwickeln. Das AfJ plant gemeinsam mit dem Studienzentrum Josefstal daher ein BarCamp „Digitale Jugendarbeit“ am 14.11.2020 in Nürnberg. Es sind alle ehrenamtlichen und hauptberuflichen Praktiker_innen der evangelischen Jugendarbeit eingeladen, gemeinsam die digitale Transformation, ihre Folgen und konkrete Ideen zu diskutieren und an neuen Ideen zu arbeiten.

Ansprechpartner_innen: Sebastian Heilmann, Daniela Schremser