Landessynode beschließt Stärkung der Kinder- und Jugendarbeit

Klares Signal für die junge Generation: Dekanate sollen künftig Konzepte vorlegen

Die Landessynode der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern (ELKB) hat in ihrer gestern zu Ende gegangenen Herbstsynode zahlreiche Beschlüsse gefasst. In einem wegweisenden Beschluss stärken die 108 Synodalen vor dem Hintergrund der bevorstehenden Landesstellenplanung die Kinder- und Jugendarbeit. Damit setzt das kirchenleitende Organ ein klares Signal für die Arbeit mit der jungen Generation.

Der nun gefasste Beschluss sieht vor, dass Dekanate künftig verpflichtet sind, Konzepte für Kinder-, Konfi- und Jugendarbeit zu entwickeln – und zwar sowohl auf Dekanatsebene als auch in den neu zu bildenden Regionalgemeinden („Nachbarschaftsräumen“). Diese Konzeptpflicht soll sicherstellen, dass die Arbeit mit jungen Menschen bei Ressourcenentscheidungen ausreichend berücksichtigt wird. Außerdem unterstützt die Landessynode eine Selbstverpflichtung der Dekanate, schwerpunktmäßig Ressourcen für die junge Generation einzusetzen. Dies betrifft nicht nur personelle und finanzielle Mittel, sondern auch die Bereitstellung attraktiver Räume für junge Menschen.

Malte Scholz, Vorsitzender der Evangelischen Jugend in Bayern, erklärt: „Mit diesem Beschluss sendet die Landessynode ein kraftvolles Signal: Jugendarbeit ist kein Luxus, sondern Zukunftsinvestition. Die Evaluation der letzten Landesstellenplanung hat gezeigt, dass Jugendarbeit oft zur treibenden Kraft für Kirchenentwicklung wird – genau dort, wo man ihr Raum gibt. Jetzt geht es darum, dass alle Dekanate diesem Anspruch gerecht werden. Wir brauchen nicht wenige Leuchttürme, sondern eine flächendeckende Schwerpunktsetzung für die junge Generation. Denn wer heute in Kinder und Jugendliche investiert, legt das Fundament für die Kirche von morgen.“

Hintergrund des Beschlusses ist die VI. Kirchenmitgliedschaftsuntersuchung der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), die die besondere Bedeutung von Jugendarbeit und Konfi-Zeit für die spätere Bindung an Kirche und Glauben nachweist. Besonders deutlich zeigt sich dies bei der Engagementbereitschaft: Wenn Konfi-Arbeit eng mit Jugendarbeit verzahnt ist, können sich 45 Prozent der Konfirmanden vorstellen, sich danach ehrenamtlich zu engagieren – ohne diese Verbindung sind es nur 21 Prozent.


Patrick Wolf
Referent #Kommunikation #Öffentlichkeitsarbeit #ejb

Foto: ELKB/MCK