"Lieferkettengesetz jetzt!"

"Lieferkettengesetz jetzt!" Dies fordert ein breites Bündnis von Jugendorganisationen in einem offenen Brief an Bundeskanzlerin Merkel anlässlich des Internationalen Tages der Jugend am 12. August 2020. Coronabedingt konnte der Brief nicht persönlich übergeben werden. Trotzdem trafen sich Vertreter_innen einiger Jugendorganisationen, darunter auch die Evangelische Jugend Bayern, vor dem Bundeskanzleramt in Berlin. Zur Aktion eingelden hatte der Jugendausschuss von Brot für die Welt.

Im Handel und der Produktion verletzen deutsche Unternehmen im Zuge der weltweiten
Wertschöpfungs- und Lieferketten immer wieder grundlegende Menschenrechte. Dazu zählen Kinderarbeit, Ausbeutung, Diskriminierung und fehlende Arbeitsrechte. Die Umwelt wird durch illegale Abholzung, Pestizid-Ausstoß, Wasser- und Luftverschmutzung geschädigt und zerstört.
Die Jugendorganisationen fordern deshalb gemeinsam ein Lieferkettengesetz, das Menschenrechte und die Umwelt in globalen Lieferketten weltweit schützen soll. Die kürzlich veröffentlichten Ergebnisse des Monitorings im Rahmen des Nationalen Aktionsplans Wirtschaft und Menschenrechte haben gezeigt, dass nur wenige Unternehmen freiwillig Verantwortung für ihre Lieferketten übernehmen.

Deshalb fordern die Jugendorganisationen, so schnell wie möglich einen verbindlichen gesetzlichen Rahmen zu vereinbaren, in dem die Sorgfaltspflichten der Unternehmen rechtlich verankert werden. Das beschlossene nationale Lieferkettengesetz in Deutschland soll dann als Grundlage für eine EU-Regulierung genutzt werden.

Den offenen Brief könnt ihr hier als PDF herunterladen.

Foto: Giovanni Passig
Text: Brot für die Welt Jugend

"Lieferkettengesetz jetzt!" Dies fordert ein breites Bündnis von Jugendorganisationen in einem offenen Brief an Bundeskanzlerin Merkel anlässlich des Internationalen Tages der Jugend. Foto von Giovanni Passig