Papierfrei und Brotzeitdosen

Ideen für mehr Klimaschutz und Nachhaltigkeit in der Jugendarbeit

Auf dem Konvent haben die Ehrenamtlichen gezeigt, dass sich viele bereits mit Klimaschutz und Nachhaltigkeit beschäftigen. Wir haben diese vielfältigen Ideen und Projekte als Anregungen für die Jugendarbeit zusammengetragen.

Papierfrei

Schon mal darüber nachgedacht, Euren Konvent oder Eure Freizeiten größtenteils papierfrei zu gestalten? Mit ein paar einfachen Tricks lässt sich viel Papier sparen. Wie wäre es zum Beispiel, einen Tagungsordner mit allen wichtigen Unterlagen für alle Teilnehmenden auszulegen, statt jedem eine eigene Tagungsmappe zu geben? Für Berichte bietet es sich auch an, Pinnwände aufzustellen und dort die Dokumente sichtbar auszuhängen.

Alternativ könntet Ihr auch über eine digitale Lösung wie zum Beispiel eine Cloud nachdenken. Diese Option bietet sich auch für Freizeiten an, dann müssen nicht alle Dokumente ausgedruckt werden.

Klimafreundliche Ernährung

Das umfasst ganz schön viel. Deswegen gibt es hier exemplarisch erstmal nur eine Idee: Manche Dekanate haben bereits beschlossen, dass es auf ihren Freizeiten mindestens einen vegetarischen Tag geben oder ganz auf Fleisch verzichtet werden soll. Der Landesjugendkonvent hat jetzt beschlossen, komplett fleischlos zu essen, da die Fleischproduktion sehr klimaschädlich ist. Überlegt bei der Essensplanung, ob Ihr einzelne Gerichte mal mit vegetarischen Alternativen ersetzen könnt. Muss es wirklich jeden Tag Fleisch geben? Das spart den Aufwand, für „Veggies“ ein extra Essen kochen zu müssen. Um die Selbstverständlichkeit des Fleischkonsums zu hinterfragen, bietet es sich an, auf den Anmeldungen das Feld „Ich möchte vegetarisch essen“ durch das Feld „Ich möchte Fleisch essen“ zu ersetzen. Dann müssen sich die Teilnehmenden bewusst entscheiden, Fleisch zu essen.

Brotzeitdosen und Flaschen

Was macht Ihr mit übrig gebliebenem Essen? Ab in die Tonne? Dem können wir als EJ bestimmt etwas entgegensetzen! Nehmt doch mal Brotzeitdosen mit oder schreibt sie auf die Packliste für die Teilnehmenden. Dann können sich alle Interessierten nach dem Essen noch etwas für später einpacken, z.B. für den beliebten Mitternachtssnack oder für einen Ausflug. Wenn Ihr außerdem auch noch Trinkflaschen auf der Packliste ergänzt, könnt Ihr Euch jederzeit Leitungswasser abfüllen. Wenn Ihr lieber Sprudelwasser trinkt: Denkt mal über einen Wassersprudler nach. Ansonsten gilt natürlich: Lieber Glasflaschen oder Mehrwegplastikflaschen statt Einwegflaschen aus PET.

Containering, Foodsharing

Viel zu viel Essen landet im Müll! Aber was kann man dagegen tun und darf man eigentlich containern? Bisher gilt containern, also das Entwenden von aussortierten Lebensmitteln, als Diebstahl. Auch wenn viele der Produkte noch lange genießbar wären, werden sie aufgrund von Mindesthaltbarkeitsdaten und Druckstellen, aussortiert.

Unter dem Motto „Foodsharing vs. Lebensmittelverschwendung“ stand der praxisorientierte Workshop zum Prinzip der sinnvollen Lebensmittelverwertung. Aktiv und kulinarisch hervorragend wurde den Teilnehmenden gezeigt, wie man aus altem Brot, Gemüse und anderen Produkten leckere, besondere und kindgerechte Mahlzeiten zubereiten kann. Der Workshop diente als Anregung für den Privatgebrauch, aber auch für die Jugendarbeit. In beiden Lebensbereichen beginnt alles mit einer guten Kalkulation, dem richtigen Transport und der fachgerechten Lagerung von Lebensmitteln. Bei Freizeiten, Aktionen und Veranstaltungen werden oft übriggebliebene Lebensmittel weggeschmissen. Mit etwas Kreativität lassen sich schnell leckere Gerichte zaubern: Aus altem Brot wurde Bruschetta gemacht, Eier mit anderen übrigen Zutaten zu Rühreiern, alte Backwaren mit Kräutern und Pflanzen aus der Natur zur Verfeinerung der Gerichte genutzt. Der Workshop gab gute Anregungen, um daheim oder in der Jugendarbeit gegen die Lebensmittelverschwendung vorzugehen.

Emilia Hönsch, Melanie Ott, Sabine Wendler