AG Frieden

Die AG Frieden wurde 2015 vom Landesjugendkonvent eingesetzt. Sie hatte den Auftrag Konzepte und Modelle zur Friedensbildung zu erarbeiten, die in der Arbeit mit jungen Menschen eingesetzt werden können. Ein Ergebnis unserer Arbeit war ein Thementag „Frieden & Protest“. Zusätzlich wurde eine mehrseitige Themensammlung erarbeitet und 2018 dem Landesjugendkonvent vorgestellt. In dieser Themensammlung sind Schwerpunkte zukünftiger Friedensarbeit festgehalten, Tipps zur praktischen Auseinandersetzung mit dem Thema Frieden gegeben und Literaturhinweise für weiterführende Arbeit gesammelt.

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Warum Frieden?

Als Evangelische Jugend in Bayern sind wir überzeugt, dass Frieden eine tolle Sache ist und wir alle uns dafür einsetzen sollten. Aber warum ist Frieden eine tolle Sache?

Rein wirtschaftlich betrachtet, könnten wir Gefallen an Krieg finden. Solange ein Krieg nicht bei uns im Land stattfindet, können Waffen exportiert werden und mit dem so eingenommenen Geld die Wirtschaft unterstützt werden. Humanistisch betrachtet, also mit Blick auf das Leid der Menschen, kommen wir ebenso schnell an eine Grenze. Wer Leid vermeiden möchte, wird häufig damit konfrontiert, dass eine Rechnung aufgemacht wird: Das Leid der Anderen oder eigenes Leid. Denn die Anderen sind das Böse. Diese Argumentation findet sich im Kampf gegen den Terror, in Argumentationen gegen Geflüchtete und in der antisemitischen NS-Propaganda.

Als 1934 die christlichen Jugendverbände in die Hitlerjugend eingegliedert wurden, trafen einige eine junge Christ_innen eine Entscheidung. Sie sagten, dass nicht sie oder Menschen allgemein die Herren der Welt sind. Der Jugendverband der Bekennenden Kirche wählte sich ein Symbol, das dies aussagen sollte: Das Kreuz über der Weltkugel. Es gibt keinen Herrscher der Welt, außer den einen: Christus. Nach dem zweiten Weltkrieg wurde das sogenannte "Kugelkreuz" das Symbol für die gesamte Evangelische Jugend und ist bis heute im Logo der Evangelischen Jugend in Bayern zu finden.

Was heißt das jetzt konkret, Jesus Christus als einzigen Herrn anerkennen? Es darf schon mal nicht sein, dass sich die Kirche irgendwie als Vertretung weltliche Macht aneignen darf. Trennung von Kirche und Staat ist auch aus christlicher Sicht wichtig. Das Kugelkreuz ist ein Zeichen der Nachfolge nach einer Befreiung aus den Ketten, die uns die Welt auferlegt. Befreit vom Diktat der Produktivität und Nützlichkeit, befreit von der Forderung nach Schönheit. Jesus hat alle Menschen angenommen zum Zeichen dafür, dass Gott alle seine Kinder liebt. Diesem Vorbild folgen wir nach, diese Art mit Mitmenschen umzugehen, dieses Gottvertrauen und auch diese Bereitschaft, für seine Überzeugung Schaden zu erleiden, machen wir uns mit dem Tragen des Kugelkreuzes zu eigen.
Eine Person, die in dieser Nachfolge steht, tritt ein für den Frieden, auch wenn es ihr kein Geld oder Ansehen bringt und sie tritt ein für einen Ausgleich zwischen den Menschen, auch wenn der eigene Wohlstand darunter leidet.

Jesus spricht: "In der Welt habt ihr Angst; aber seid getrost, ich habe die Welt überwunden." (Joh 16,33)

Unsere Themenfelder des Friedens

Aus der unter "Warum Frieden" benannten christlichen Ethik heraus ergeben sich für uns folgende wichtige Themenfelder der Friedensarbeit in der Evangelischen Jugend in Bayern. Ausführliche Erläuterungen zu den einzelnen Feldern finden sich in der Themensammlung der AG Frieden.

  • Gewaltfreiheit
  • Gelebte Demokratie
  • Flucht
  • Extremismus
  • Dialog
  • Soziale Gerechtigkeit
  • Umwelt
  • Ressourcenverteilung
  • Abrüstung

Kontakt

Leitender Kreis (LK)
Vorsitz: Marlene Altenmüller
leitender_kreis_konvent[at]ejb.de

Sabine Otterstätter-Schmidt
Referentin für Ehrenamt
0911 4304-282
otterstaetter-schmidt[at]ejb.de

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