Jugendarbeit und Corona

Das Amt für evang. Jugendarbeit stellt Informationen, Handlungsempfehlungen sowie Antworten auf häufig gestellte Fragen (FAQs) für die evangelische Jugendarbeit in Bayern bereit. Wir möchten Euch mit dieser Seite über die aktuellen Regelungen rund um "Corona und Jugendarbeit" auf dem Laufenden halten und Euch mit Informationen und Tipps versorgen.

Was ist aktuell?

Aktuelles zu Corona

Neue Regelungen

Ausnahmen für die Konfiarbeit

Mit der seit 24. November geltenden 15. BayIfSMV gilt bei einer 7-Tages-Inzidenz unter 1.000...

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Entschließung des BJR-Landesvorstands zur aktuellen Situation von jungen Menschen in der Corona-Pandemie

Jugendarbeit muss trotz gebotener pandemiebedingter Einschränkungen niedrigschwellig bleiben und weiter möglich sein. Der Landesvorstand des Bayerischen Jugendrings (BJR) hat eine Entschließung zur Situation von Kindern und Jugendlichen verabschiedet. Anlass ist die aktuelle Diskussion über die Änderung des Infektionsschutzgesetzes (IFSG) im...

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Alle Maßnahmen und Angebote im Rahmen evangelischer Jugendarbeit sind außerschulische Bildungsmaßnahmen, dies schließt auch...

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Aktuelle Empfehlungen und Regelungen

Kurz und kompakt - Jugendarbeit und Corona
Vorschriften, Regelungen und Checklisten
Stand: 18. Januar 2022

In diesem Papier sind die aktuell geltenden Regelungen und Vorschriften in einem Überblick zusammengefasst, verbunden mit ein paar konkreten Beispielen was das für z.B. eine Gruppenstunde oder Freizeit heißt. Diese Regelungen können auch in der Konfi-Arbeit Anwendung finden.

Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass das Lesen und Beachten der angegeben §§ und das Beachten aktueller Entwicklungen und Anpassungen dennoch nötig ist!

Grundsätzliches

  • Am 24. November ist die 15. Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung (15. BayIfSMV) in Kraft getreten, die bis 09. Februar 2022 gilt (letzte Änderungen durch die Verordnung am 11.01.2022).
  • Das Prinzip des Ampelsystems ist ersetzt durch die Inzidenzgrenze von 1.000 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner je Landkreis bzw. kreisfreier Stadt.
  • Für regionale Hotspots mit einer Inzidenz von über 1.000 Neuinfizierten pro 100.000 Einwohner:innen gilt: Die Regelungen zum regionalen Hotspot sind bis einschließlich 28. Januar 2022 außer Kraft gesetzt.
  • Grundsätzlich müssen weiterhin Schutz- und Hygienekonzepte für den Veranstaltungsort beachtet und/oder erstellt werden. Wichtige Ausnahme für die Jugendarbeit: Die Pflicht zu Erstellung eines individuellen Infektionsschutzkonzeptes nach §7 der 15. BaylfSMV (Schutz- und Hygienekonzept) entfällt, wenn eine Veranstaltung oder Versammlung weniger als 100 Personen erfasst. (Dies heißt, dass man sich auf das Konzept beispielsweise des Gemeindehauses oder der eigenen Jugendräume beziehen kann und nicht für jede Maßnahme ein extra Konzept erstellen muss.)
  • Achtung: Andere Rahmenkonzepte für z.B. Sport, Beherbergung und/oder Gastronomie beachten.

Bei einer Inzidenz von unter 1000 gilt:

Maskenpflicht für Innen nach §2 der 15. BaylfSMV: 

  • In Gebäuden und geschlossenen Räumen besteht die Pflicht, eine FFP2-Maske zu tragen.
  • Relevante Ausnahmen sind:
    - An festen Sitz- oder Stehplätzen und bei Einhaltung des 1,5 Meter Abstandes, außer wenn 2Gplus gilt. 
    - Kinder bis zum 6. Geburtstag bleiben weiterhin von der Maskenpflicht befreit.
    - Kinder und Jugendlinge zwischen 6 und 16 Jahren dürfen eine medizinische Maske tragen.
    - Beim Essen (und Trinken) am Tisch
    - Bei der praktischen Sportausübung
  • Draußen gilt keine Maskenpflicht (es sei denn es handelt sich um eine Veranstaltung mit 2Gplus- Pflicht).

„2G-Regel“ für alle Angebote und Maßnahmen der Jugendarbeit: 

Der Zugang zu geschlossenen Räumen ist damit erlaubt:

  • für alle mit einem 2G-Nachweis (geimpft oder genesen).
  • für Kinder die jünger als 14 Jahre alt sind.
  • Schüler:innen zwischen 12 und 17 Jahren, die in der Schule regelmäßig getestet werden aber NUR zur Ausübung sportlicher, musikalischer und schauspielerischer Eigenaktivitäten

Eigene Testnachweise müssen 14 Tage aufbewahrt werden.
Zugangskontrollen müssen geplant und entsprechend durchgeführt werden.

Ausnahmeregelung für die Konfi-Arbeit:
Ungeimpfte Konfirmand:innen, die älter als 14 Jahre sind, können weiterhin an Konfi-Kursen in Präsenz teilnehmen, sofern sie nachweislich ständig im schulischen Kontext getestet werden. Es gilt hier 3G statt 2G!

Erleichterung bei freiwilligen weitergehenden Zugangsbeschränkungen:
Entfallen bis mindestens 09. Februar 2022

Kontaktbeschränkungen:
Wenn bei privaten Zusammenkünften mindestens eine ungeimpfte oder nichtgenesene Person ab 14 Jahren dabei ist, zählen alle weiteren Teilnehmer:innen ab 14 Jahren bei der Personenobergrenze und der Zahl der Hausstände mit, auch wenn diese Personen geimpft oder genesen sind. Erlaubt sind dann die Angehörigen des eigenen Hausstands plus höchstens zwei Angehörige eines weiteren Hausstands.

Bei privaten Zusammenkünften außerhalb der Gastronomie, bei denen ausschließlich geimpfte oder genesene Personen teilnehmen, sind maximal 10 Personen erlaubt (sowohl drinnen als auch draußen). Es werden nur Personen ab 14 Jahren gezählt. 

Wichtig für die Jugendarbeit: Da es sich bei Jugendarbeit nicht um eine private Zusammenkunft handelt, gelten die Kontaktbeschränkungen der Verordnung nicht für die Angebote der Jugendarbeit! Auch nicht mehr für draußen!

Für Maßnahmen mit Übernachtung gilt:

  • 2G-Nachweis bei Teilnehmenden ab 14 Jahren
    (Hinweis: Zwar können regelmäßig getestete Schüler:innen laut Verordnung auch zur Beherbergung zugelassen werden, nicht aber an Angeboten der Jugendarbeit teilnehmen.)
  • 3G für Teilnehmende unter 14 Jahren (Wobei regelmäßig in der Schule getestete Kinder und Jugendliche als getestet gelten.)
  • Auch hier gilt die 14-tägige Aufbewahrungspflicht eigener Testnachweise und die Verpflichtung individueller Zugangskontrollen.
  • Maskenpflicht drinnen (außer am Platz bei 1,5 Meter Abstand und/oder beim Essen und Trinken)
  • Draußen keine Maske
  • Kontaktverfolgung notwendig
  • Gerne kann über einen zusätzlichen Schnelltest (freiwillig) 2Gplus angewendet werden. Viele Tagungshäuser haben dies bereits eh verpflichtend eingeführt.

Kontaktdatenerfassung nach §6 der 15. BaylfSMV:

  • Die Kontaktdatenerfassung ist nur in den in §6 Abs. 1 der 15. BayIfSMV genannten Bereichen erforderlich. Damit entfällt die Kontaktdatenverfolgung in den meisten Fällen (Für Jugendarbeit insbesondere im Beherbergungswesen bei Gemeinschaftsunterkünften relevant).

 

Dokumentation der Teilnahme zur Kontaktverfolgung:

  • Für die kontaktfreie und sichere Erfassung der Teilnahme an einer konkreten Veranstaltung (wo nötig) kann die Luca-App verwendet werden. Über das Scannen eines QR-Codes ist hier eine einfache Möglichkeit der Dokumentation und Kontaktverfolgung im Sinne des §6 der 15. BayIfSMV möglich.
  • Für Teilnehmende z.B. ohne Handy muss (weiterhin und wo nötig) die schriftliche Dokumentation der Teilnahme gewährleistet werden.

 

Für z.B. Gruppenstunden (auch mit Konfis), Gremiensitzungen oder sonstigen Treffen mit absehbarem Personenkreis gilt demnach:

  • Draußen in der Regel keine Maske und keine Kontaktbeschränkung, wenn es sich um eine organisierte Zusammenkunft der Jugendarbeit handelt.  
  • Drinnen mit Maske und 2G Nachweis ab 14 Jahren.
  • 14-tägige Aufbewahrungspflicht der eigenen Testnachweise und individuelle Zugangskontrollen verpflichtend.
  • Kein individuelles Schutz- und Hygienekonzept erforderlich (bis 100 Personen).
  • Gemeinsames Essen und Kochen ist grundsätzlich möglich. Rahmenkonzept Gastronomie beachten.

Für z.B. Tagesmaßnahmen und Tagesausflüge ohne Übernachtung gilt demnach:

  • Siehe oben (Gruppenstunde)

Für z.B. Grundkurse, (Wochenend-)Freizeiten und sonstige Maßnahmen mit Übernachtung gilt demnach:

  • 2G-Nachweis ab 14 Jahren
  • Draußen keine Maske.
  • Drinnen mit Maske (außer am festen Sitzplatz bei 1,5 Metern Abstand und beim Essen/Trinken am Tisch)
  • 14-tägige Aufbewahrungspflicht der eigenen Testnachweise und individuelle Zugangskontrollen verpflichtend
  • Kontaktverfolgung notwendig
  • Kein individuelles Schutz- und Hygienekonzept für Maßnahmen unter 100 Personen notwendig. Es gilt das Infektionsschutzkonzept der Übernachtungseinrichtung.
  • Ggf. Rahmenkonzeption Beherbergung und Gastronomie beachten

Zusammengefasst auf der Grundlage der Empfehlungen des BJR.

Informationen als pdf-Dateien zum Download:
Kurz und kompakt - Jugendarbeit und Corona. Vorschriften, Regelungen und Checklisten

Weiterführende Informationen finden sich unter:
www.bjr.de/Corona  
https://corona.bayern-evangelisch.de/empfehlung.php
https://www.konfi-lab.de/corona

Freizeiten in Zeiten der Corona-Pandemie
Die Arbeitsgemeinschaft Evangelische Jugend in Deutschland (aej) hat einen Appell an Entscheidungsträger_innen auf Landes- und Bundesebene zur Schaffung von verlässlichen Planungsperspektiven und Rahmenbedingungen gerichtet.


Die überarbeiteten und aktualisierten Empfehlungen des BJR für Hygienekonzepte in der Jugendarbeit vom 10. Juni 2021

Häufig gestellte Fragen (FAQ) Der Bayerische Jugendring hat Antworten sowie Links zu Anworten auf häufige Fragen aus der Jugendarbeit im Zusammenhang mit der Coronapandemie und den Maßnahmen dazu zusammengestellt.

FAQ's der ELKB zu den wichtigsten Fragen zum Reiserecht und zur Stornierung von Maßnahmen

Förderungen

Härtefallregelungen für alle im Amt für Jugendarbeit geförderten Maßnahmen

Aufgrund der Corona-Pandemie sind Maßnahmen ausgefallen, die sowohl aus Mitteln des Kinder- und Jugendprogamms der bayerischen Staatsregierung als auch aus kirchlichen Mitteln gefördert worden wären. Fehlende finanzielle Mittel auf Grund abgesagter oder verschobener Maßnahmen stellen viele von Euch vor schwerwiegende Fragestellungen und begründen damit den Härtefall, der Voraussetzung für die eine Förderung ist. Für die Erleichterung der Antragstellung haben wir für Handreichungen erstellt.
Auf unserer Zuschussseite sind alle Unterlagen für die Bezuschussung zu finden. 

Online-Schulungen für Juleica

Schulungen für die Verlängerung von Juleicas (Fortbildungen) können komplett als online-Angebot durchgeführt werden und werden als solche anerkannt, wenn die Juleica-Qualitätsstandards eingehalten werden. Hier ist darauf zu achten, dass die Themen auch angemessen in einer Online-Veranstaltung behandelt werden können.

Die Juleica-Grundausbildung kann aus einer Kombination von Online-Einheiten und gemeinsames Arbeiten an einem physischen Ort bestehen. Mindestens ein Drittel der gesamten Schulungszeit muss als Präsenzveranstaltung absolviert werden. Unabhängig vom genutzten Medium und der Methodik im Online-Teil muss darauf geachtet werden, dass die Verteilung der Themen auf die Präsenzveranstaltung und die Online-Kurse inhaltlich und methodisch sinnvoll geschieht. Neben den praktischen Elementen der Juleica gibt es Themenbereiche, wie z.B. die Vermittlung von Leitungskompetenzen und Gruppenpädagogik oder der Bereich der Prävention in der Jugendarbeit, die über eine Präsenzveranstaltung besser bearbeitet werden können. (Vollständiger Originaltext auf der Website des BJR/Corona/FAQ/Juleica)

Bezuschussung von Online- und Mischformaten (AEJ und JBM)

Um den vielen ausgefallenen Veranstaltungen etwas entgegenzusetzen und die Qualität von Jugendarbeit weiterhin sicherzustellen, hat der Landesvorstand des BJR beschlossen, dass mit sofortiger Wirkung reine Onlineformate aber auch gemischte Formate über AEJ und JBM gefördert werden können. Auf unserer Zuschussseite sind alle Unterlagen und Informationen zur Bezuschussung, aber auch hilfreiche Links zu finden. 

Hilfen für die Kinder- und Jugendarbeit mit Übernachtungsangeboten

Aufgrund der Einnahmeausfälle durch die Corona-Pandemie sind viele Bildungseinrichtungen und Tagungs- und Freizeitenhäuser wirtschaftlich bedroht. Das Bundesministerium für Familien, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) unterstützt gemeinnützige Einrichtungen der Kinder- und Jugendbildung sowie der Kinder- und Jugendarbeit durch ein weiteres Sonderprogramm.
Evangelische Tagungs- und Freizeithäuser, die freie Träger der Kinder- und Jugendhilfe sind sowie Körperschaften des öffentlichen Rechts (K.ö.d.R.), also Unterkünfte in Trägerschaft von Kirchen und Gemeinden, reichen ihre Anträge über die aej ein. Die Antragstellung ist ab sofort möglich.

Antragstellung
Antrag senden an: haeuserfoerderung[at]aej-online.de
Antragsfrist bei der aej ist der 5. April 2021.
Weitere Informationen und Beratung:  www.evangelische-jugend.de

Stiftung Evangelische Jugendarbeit in Bayern

Mit dem Sonderförderprogramm "Gemeinsam durchstarten #Gemeinsam_durchstarten"  stellt die Stiftung Evangelische Jugendarbeit in Bayern mit insgesamt 5.000,- EUR eine Fördersumme zur Verfügung, um die Arbeit Evangelischer Jugend in Bayern während der Einschränkungen bedingt durch das Corona-Virus am Laufen zu halten und danach wieder in Schwung zu bringen. www.stiftung.ejb.de

Staatliche Förderung für u.a. Einrichtungen der Jugendarbeit

Es ist eine Förderung  bis max. 10.000 Euro möglich. www.zbfs.bayern.de/foerderung/corona-programm-soziales

Aktionen

Auf'n Kaffee - Kollegialer Austausch

Corona und die Folgen werfen für die Jugendarbeit vor Ort viele Fragen auf, z.B. „Dürfen wir Weihnachtsfeiern anbieten? Was machen, wenn es einen lokalen Lockdown gibt?“ Mit unserem neuen Format „Auf’n Kaffee“ lädt das Amt für Jugendarbeit zu einem kollegialen Austausch ein. Leider nicht ins AfJ, aber bei einem Kaffee, Tee oder während des Frühstücks bei Euch, per Zoom. Fühlt Euch ganz frei, bringt Euch mit Fragen und Informationen ein. www.ejb.de/aufnkaffee

Krisenteam

Krisenteam im Amt für evang. Jugendarbeit:
Tobias Fritsche, Landesjugendpfarrer
Ilona Schuhmacher, Referentin für Grundsatzfragen und Jugendpolitik
Christina Frey-Scholz, Referentin für Öffentlichkeitsarbeit
Tobias Bernhard, Referent Fachstelle Konfi-Arbeit

Kontakt

Ilona Schuhmacher
Referentin für Grundsatzfragen & Jugendpolitik
0911 4304-268
0172 7670647
schuhmacher[at]ejb.de

Termine